Ein Mord im Luxuszug, zwei eher ungewöhnliche Ermittler und reichlich Zeitdruck: Moses & Plato – Last Train to Clawville schickt euch auf eine kriminalistische Reise durch den Clawville Express. Das Adventure von The Wild Gentlemen und Toge Productions verbindet klassische Point-and-Click-Elemente mit Visual-Novel-Strukturen und einer Geschichte, bei der ihr ausgerechnet selbst unter Verdacht geratet.
Mord auf dem Clawville Express
Eigentlich sollen Moses und Plato lediglich einen Botschafter beschützen, der sich auf einer Friedensmission befindet. Doch noch während der Zugfahrt wird ihr Auftraggeber ermordet. Damit nicht genug, denn plötzlich gelten die beiden Detektive selbst als Hauptverdächtige. Die Suche nach dem wahren Täter wird damit nicht nur zur Frage der Ehre, sondern möglicherweise auch zur letzten Chance, einen Krieg zwischen zwei Großmächten der Wilderness-Welt zu verhindern.

Zwölf Reisende kommen als Verdächtige infrage, und natürlich hat jeder von ihnen etwas zu verbergen. Gespräche belauschen, Passagiere verhören, Abteile untersuchen und Hinweise miteinander verbinden gehören deshalb zum Alltag an Bord.
Dabei greift das Spiel auch die tierischen Eigenschaften seiner Figuren auf. Geruch, Sicht und Gehör können bei der Spurensuche ebenso wichtig werden wie klassisches Kombinieren.
Die Uhr fährt immer mit
Besonders spannend ist das Zeitmanagement. Bestimmte Handlungen kosten Zeit, während der Clawville Express unbeirrt auf sein Ziel zufährt. Wer jeden Gesprächsfaden verfolgt und jede Kabine mehrfach durchsucht, kann deshalb wertvolle Minuten verlieren.

Dadurch bekommt die Ermittlungsarbeit eine zusätzliche taktische Ebene. Nicht jede Spur lässt sich in einem einzigen Durchgang verfolgen, und genau das ist Teil des Konzepts. Weitere Durchläufe können neue Perspektiven eröffnen und zusätzliche Hinweise sichtbar machen.
Statt einfach nur jede Dialogoption abzuklappern, soll man also bewusst entscheiden, wem man glaubt, welche Spur wichtig erscheint und wo sich der nächste Zeitaufwand tatsächlich lohnt. Das passt gut zu einer Detektivgeschichte, die Unsicherheit nicht nur erzählt, sondern auch spielerisch nutzt.
Für Freunde klassischer Kriminalgeschichten
Optisch setzt Moses & Plato auf einen farbenfrohen Comic-Stil, der gut zur Wilderness-Welt von The Wild Gentlemen passt. Die Handlung ist stark dialogorientiert, die englische Sprachausgabe wird von deutschen Bildschirmtexten und Untertiteln begleitet.

Wer Point-and-Click-Adventures, Visual Novels und klassische Mordfälle im Stil einer Zugreise mag, dürfte hier eine ziemlich passende Mischung finden. Gerade das Zusammenspiel aus Zeitdruck, mehreren Verdächtigen und unterschiedlichen Durchläufen hebt das Spiel dabei von rein linearen Detektivgeschichten ab.
Moses & Plato – Last Train to Clawville ist seit dem 14. April 2026 für PC erhältlich. Auf Steam gibt es außerdem eine kostenlose Demo, falls ihr vor dem Kauf erst einmal selbst eine Runde im Clawville Express drehen möchtet.

