„Die Nachtparade der 100 Dämonen“ – ein Roman

Bild: Cross Cult

Der Roman „Die Nachtparade der 100 Dämonen“ von Marie Brennan spielt im Gebiet des Drachenclans, das im Norden Rokugans in der Welt des „Legend of the Five Rings“-Rollenspiels angesiedelt ist. Es ist einer von zwei Romanen in der Welt Rokugans, die 2022 bei Cross Cult erschienen sind.

In einer Mischung aus feudalem Japan und China erlebt man Geschichten zu Samurai, Gelehrten, Hofbeamten oder Shugenja (Elementarmagier). Nicht nur vor Monstern (yōkai), sondern auch vor Intrigen zwischen den Clans muss man sich in Acht nehmen. Zwar ist jedem Samurai der Bushidō-Kodex das Wichtigste, aber die Auslegung ist in jedem Clan ein wenig anders.

Was ist eigentlich „Legend of the Five Rings“?

„Legend of the Five Rings“, oder auch kurz „L5R“, ist eine Spielereihe um verfeindete Clans, Magie, Dämonen, Samurai und feierte 2020 sein 25-jähriges Bestehen, nachdem es 1995 von der Alderac Entertainment Group konzipiert und gestaltet wurde. Der Titel geht auf den in Japan berühmten Samurai Miyamoto Musashi zurück, der Das Buch der Fünf Ringe schrieb.

Neben dem eigentlichen Rollenspiel, das bereits in der fünften Edition momentan von Fantasy Flight Games publiziert wird, gibt es noch ein Sammelkartenspiel, ein Live Rollenspiel und eben auch Romane.

Um was geht es eigentlich?

Der Shugenja-Samurai Agasha no Isao Ryotora aus dem Drachen-Clan wird in das kleine Dorf Seibo Mura geschickt, das von furchterregenden Kreaturen während der letzten beiden Vollmonde heimgesucht wurde.

Als er dort eintrifft, stellt er überraschend fest, dass ein Gelehrter des Phönix-Clans mit Namen Asako Sekken schon dort ist und seine Hilfe anbietet. Misstrauisch gegenüber dem Fremden, muss Ryotora jedoch schon bald über seinen eigenen Schatten springen, denn Sekken ist ein nützlicher Verbündeter gegen das Übel, das das Dorf bedroht.

Akribisch versuchen die beiden Samurai das Geschehene zu rekonstruieren, doch anstatt Antworten kommen immer neue Fragen hinzu.

Warum erzählen die Dorfbewohner von so vielen verschiedenen yōkai?
Weshalb hier in diesem Dorf und nicht woanders?
Wieso immer nur zur Vollmondzeit?
Und gibt es die Nachtparade der 100 Dämonen wirklich?

Hintergrund der japanischen Folklore

Die Nachtparade der 100 Dämonen, im japanischen Hyakki Yagyō, ist ein bekanntes Thema in der japanischen Folklore. Manchmal als geordnete Prozession, zum Beispiel bei Studio Ghiblis Pom Poko von 1994, oder manchmal auch als chaotischer Haufen, bestehend aus oni und yōkai, die Nachts durch die Straßen Japans marschieren. Es wird als schrecklicher Ausbruch der Übernatürlichen in die reale Welt angesehen.

Seit mehr als 1000 Jahren wird diese Geschichte als beliebtes Thema im traditionellen Geschichtenerzählen benutzt, da blieb es nicht aus, dass sich viel Folklore noch um dieses Thema herum entwickelte.

In jüngster Zeit besagt die Legende, dass der Yōkai Nurarihyon alle anderen Kreaturen durch die Straßen führt und jeder, der auf die Prozession stößt, sterben, oder von den Yōkai verschleppt würde, es sei denn, dass man durch Exorzismusbändern geschützt wäre, die von Onmyōji geschrieben wurden. Nur ein Oberhaupt des Onmyōji-Clans sei stark genug, das Hyakki Yagyō unversehrt zu erleben.

Laut dem Shūgaishō (拾芥抄), einer mittelalterlichen, japanischen Enzyklopädie, besteht die Möglichkeit sich vor der Nachtparade zu schützen, wenn man einen Zauberspruch singt, sollte die Nachtparade am Haus vorbeiziehen: „KA-TA-SHI-HA-YA, E-KA-SE-NI-KU-RI-NI, TA-ME-RU-SA-KE, TE-E-HI, A- SHI-E-HI, WA-RE-SHI-KO-NI-KE-RI“ (カタシハヤ, エカセニクリニ, タメルサケ, テエヒ, アシエヒ, ワレシコニケリ)

Fazit zur Nachtparade der 100 Dämonen

Als Fan japanischer Folklore, Samurai Geschichten und des Rollenspiels selbst, hatte ich hohe Ansprüche, die ohne Probleme erfüllt werden konnten.

Marie Brennan findet ihren Weg durch die teils steifen Regeln des Bushidō-Kodex mit Leichtigkeit, ohne dass es sich zu verbogen anfühlt, um den Plot in die richtige Richtung zu lenken.

Vor allem das Zusammenspiel zwischen der armen Dorfbevölkerung und den Samurai ist ein wichtiger Teil des ganzen Buchs und die Autorin erklärt auch immer recht gut, warum gerade jemand etwas Unhöfliches gemacht hat.

Das Zusammenspiel der Protagonisten Ryotora und Sekken funktioniert gut, zumal der Drachen-Clan und der Phönix-Clan nachbarschaftliche Gebiete haben und in vielen Fragen auch einer Meinung sind (nicht in allen natürlich).

Die Geschichte machte Spaß und ich fühlte mich wunderbar unterhalten.

Info

Die Nachtparade der 100 Dämonen
Verlag: Cross Cult

Erscheinungsjahr: 2022
Autor: Marie Brennan
Seiten: 384
Preis: 15,00 Euro
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-96658-856-0
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Artikel erschienen bei Sumikai!

„Lone Wolf & Cub“ – Master Edition 1

Bild: Panini

Der erste von 12 neu überarbeiteten Deluxe-Bänden im Überformat wurde von Panini Manga im Juli 2022 auf den Markt gebracht und lässt die Geschichten des ehemaligen Henkers des Shoguns in neuem Glanz erstrahlen.

Die 28 Ausgaben der Erstpublikation von „Kozure Ōkami“ (子連れ狼), wie die Serie im Original heißt (auf Deutsch wörtlich etwa: Wolf mit Kind), erschienen zwischen September 1970 und April 1976 und waren Vorlage für eine sechsteilige Filmreihe und eine Serie mit 79 Episoden, beides auch aus den 1970er Jahren.

Auf der Suche nach Rache

Geschrieben von Kazuo Koike und illustriert von Gôseki Kojima, markiert „Lone Wolf & Cub“ einen Wendepunkt in der Comic-Geschichte. Dieser zeitlose Klassiker ist ein Muss für alle Fans von Comics und Mangas.

Panini schreibt dazu: Von Frank Miller bis Quentin Tarantino und bis hin zur Fernsehserie „The Mandalorian“; die Arbeit von Kazuo Koike und Gôseki Kojima inspiriert nachhaltig Künstler und Produktionen auf der ganzen Welt. Nach über fünfzig Jahren seit der Erstveröffentlichung gilt dieser Manga zu Recht als absolutes Meisterwerk.

Um was geht es eigentlich?

Früher war Ogami Itto der offizielle Henker des Shoguns, aber nach einer hinterhältigen Verschwörung fiel er in Ungnade, wobei es auch Todesfällen kam.

Bild: Panini
Bild: Panini

Auf der Suche nach Rache wird er zum Rōnin und zieht mit seinem Sohn Daigoro durchs Land. Auf seiner Reise nutzt Itto hauptsächlich sein Dōtanuki-Schwert, doch hält er auch ein großes Waffenarsenal in Daigoros hölzernem Kinderwagen bereit. Zudem ist er ein Meister der Suio-Schwerttechnik.

Ein dicker Wälzer

Die Handlung besteht aus einzelnen Episoden, in denen für gewöhnlich viel gekämpft wird. Das Motiv der Rache ist der rote Faden, der sich durch alle Bücher zieht.

Mit einer Seitenzahl von 692 dürfte man eine Weile beschäftigt sein, aber es ist keine Überraschung, dass die Bände wesentlich dicker sind, da alle 28 Originalausgaben in den 12 neuen Bänden ihren Platz gefunden haben. Das Hardcover kommt mit einem schicken 18 × 25 cm Schutzumschlag und einem Lesebändchen.

Das Buch liegt trotz Größe und Gewicht gut in der Hand, ist wertig gebunden und die Seiten fielen nicht einfach wieder zurück, wenn man umblätterte. Eine schöne Innenillustration im Buchdeckel sorgt dafür, dass die Lust am Lesen noch größer wird.

Die Mangaka

Der bereits verstorbene Gôseki Kojima hatte einen klaren, gut zu interpretierenden Zeichenstil und verlieh damit dem Manga ein unvergessliches Image, das vielen anderen Mangaka als Vorbild diente.

Kazuo Koike lieferte einige der besten Mangas des Samurai-Genre, so wie Lady SnowbloodCrying Freeman und Hanzō no Mon (auch mit Kojima als Zeichner), um nur einige Beispiele zu nennen.

Bild: Panini
Bild: Panini

Fazit

Als Fan actionreicher Samurai-Geschichten fällt es mir leicht, großen Gefallen an Kozure Ōkami zu finden. Tatsächlich kenne ich die TV-Serie schon eine ganze Weile und freue mich sehr, mit der Master-Edition jetzt auch den Manga genießen zu können. Das einzige, was ich bemängeln könnte, wäre, dass der Kampf stets das dominierende Thema ist. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn das ist nun mal der Kern der Story.

Info

Lone Wolf & Cub – Master Edition 1
Verlag: 
Panini
Erscheinungsjahr: 2022
Autor & Illustrationen: Kazuo Koike, Gôseki Kojima
Seiten: 692
Preis: 30,00 Euro
Genre: Fantasy, Historisch
ISBN: 978-3-7416-2796-5
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Main Matsuri 2022 – ein Rückblick

Bild: TS

Vom 12. bis 14. August fand auch in diesem Jahr wieder das Main Matsuri in Frankfurt am Main statt. Von Freitag bis Sonntag stand der Walther-von-Cronberg-Platz ganz im Zeichen der japanischen Kultur. Das Organisationsteam des Main Matsuri sorgt bereits seit 2018 dafür, dass kleine und große Besucher ganz in das Land ihres Herzens eintauchen können.

Mit über 100 Musikerinnen und Musikern, Tänzerinnen und Tänzern, Akteurinnen und Akteuren aus Japan und Europa sowie vielen Ausstellern, Workshops und Cosplay-Wettbewerben konnte man im Herzen Frankfurts auf zwei Live-Bühnen bei bestem Wetter japanisches Festivalflair genießen.

Main Matsuri erstmals mit Eintrittspreis

Verschiedene Aktionsstände, das breite Angebot an Speisen und Getränken sowie eine Reihe von Einkaufsständen sorgten für Japan-Feeling pur. Die passionierten Betreiber der Snack-Stände ließen keine Wünsche ihrer Gäste offen, sodass sich zu den Stoßzeiten lange Schlangen vor den Takoyaki-, Ramen-, Crepé- und Onigiri-Ständen bildeten.

Bereits 2018 organisierte das Main Matsuri Team ein umfangreiches Programm für Jung und Alt, das mit jeder darauffolgenden Veranstaltung weiter ausgebaut wurde.
Norman Seidel, der veranstaltungserfahrene Mitbegründer des Main Matsuri, plante damals, die japanischen Institutionen Frankfurts zusammenzubringen, was ihm und seinem Team offensichtlich mehr als nur gelungen ist.

In der nahezu perfekten Location in der Nähe des Mains nahm man in diesem Jahr erstmals 5 Euro Eintritt (für Kinder bis 12 Jahre kostenfrei), was der Veranstaltung und ihrem Budget für die Gäste sicherlich wieder zugutegekommen ist.

Bild: TS
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Marina Sless, ebenfalls seit 2018 mit an Bord und zuständig für Social Media und Online-Kommunikation, fügte hinzu, dass das Team in Zukunft regelmäßig Informationen über geplante Veranstaltungen und interessante Fakten über Japan auf TikTok posten wird, um mit dem Tempo des Social-Media-Zeitalters Schritt zu halten.

Denn die qualitativ hochwertige Social Media Präsenz des Main Matsuri ist hoch und bleibt somit zu Recht in aller Munde.

Bild: TS
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Mehr als 25.000 Japan-begeisterte Besucher

Die „Hojinkai Vereinigung der japanischen Unternehmen Frankfurt e.V.“ und das „Japanische Kultur und Sprachzentrum e.V.“ als Organisatoren des Main Matsuri können mit dem Erfolg ihrer Veranstaltung zweifellos äußerst zufrieden sein.

Rund 25.000 Besucher genossen das vielfältige Programm mit altbekannten, aber auch mit vielen neuen Gesichtern. Von Shamisen- und Taiko-Performances bis hin zu Jazzmusik, von Sake bis Ramune, von Kakigori bis Takoyaki, von traditionellen Kimono bis hin zu Cosplay – hier kam jeder Japan-Fan auf seine Kosten.

Ihr habt das Main Matsuri dieses Jahr verpasst? Kein Grund, Trübsal zu blasen! Denn bereits am 27. und 28.11.2022 soll das Main Kurisumasu an gewohnter Stelle stattfinden.

Artikel erschienen bei Sumikai!

„Trek to Yomi“ – Review einer Liebeserklärung

Das Videospiel „Trek to Yomi“ ist eine Liebeserklärung an die japanischen Filme der 50er und 60er Jahre, allen voran an die des großen Machers der bekannten Samurai-Filme – Akira Kurosawa. Dafür haben Leonard Menchiari und das Team von Flying Wild Hog Rzeszów enthusiastisch gearbeitet.

2022 beginnt die Reise von Hiroki und seiner Frau Aiko, die uns ins feudale Japan führt.
Das Spiel ist in schwarzweiß gehalten und wurde inspiriert durch japanische Filme der 50er und 60er Jahre. Dabei wurde sehr darauf geachtet, dass man authentisch bleibt, was die japanische Kultur betrifft, egal ob es um religiöse Ansichten, die richtige Zurschaustellung eines Schwertes oder der korrekt geknotete Obi eines Kimonos geht. Vieles im Spiel ist inspiriert durch Material aus dem Edo Museum in Tokyo und man hatte viel Hilfe von japanischen Experten.

Es ist nicht leicht, ein Meister des Schwertes zu sein

Man beginnt das Spiel mit einem Rückblick Hirokis in die Anfangsjahre seiner Lehre bei Meister Sanjuro, dem Vater von Aiko. Das Dorf wird von Banditen überfallen und man lernt auf dem Weg zum Schauplatz des Geschehens die Handhabung von Maus und Tastatur, während man Aiko folgt, die den schnellsten Weg kennt.

Dabei muss man immer wieder mal Hindernisse überwinden und man kann einzigartige Gegenstände für seine Sammlung finden. Dass die Banditen Hiroki anfangs nicht ernst nehmen, hält ihn nicht davon ab, sie eines Besseren zu belehren.

Andere Zeit, gleiche Probleme

Auch in der Gegenwart stehen Hiroki und Aiko vor einem ähnlichen Problem, es gilt wieder, Banditen in die Flucht zu schlagen. Und damit beginnt auch das eigentliche Spiel, denn jetzt führt Hirokis Reise aus dem Dorf heraus und er muss einen Weg nach Yomi finden, wo er sich Hilfe gegen die Banditen erhofft.

Dabei lernen wir immer neue Kampftechniken der rudimentär gehaltenen Steuerung kennen. Da das Spiel recht linear abläuft, braucht man keine Angst zu haben, sich zu verlaufen oder den Faden zu verlieren.

Screenshot: TS
Screenshot: TS

Die Steuerung und das Gameplay

Wie schon erwähnt, wurde die Steuerung rudimentär gehalten (diese Rezension bezieht sich auf Tastatur und Maus). Man braucht typischerweise W, A, S, D, außerdem noch I, Q, E, Shift (linke oder rechte Hochstelltaste), Leertaste und die Ziffern 1 bis 3. Das war es schon auf der Tastatur.

Mit der linken und rechten Maustaste greift man wahlweise schnell oder schwer an, mit E dreht man sich um. Mit Q macht man einen Fernkampfangriff, dazu hat man anfangs Shuriken zur Verfügung, später dann noch einen Bogen und zu guter Letzt ein Ozutsu – eine japanische Handkanone. Mit I öffnet man das Inventar und die Shift-Taste ist für das Blocken der gegnerischen Angriffe gedacht.

Das Spiel ist in 2D und läuft prinzipiell von links nach rechts (oder umgekehrt) ab. Außerhalb von Kämpfen kann man auch nach unten und oben gehen, um Gebäude zu betreten oder andere Wege einzuschlagen, im Kampf ist es aber immer das gleiche Prinzip nach rechts oder links (mit E dreht man sich um für die Gegner im Rücken).

Gespeichert wird an Schreinen, die großzügig entlang des Weges zu finden sind.
Praktischerweise lädt sich dann auch direkt die Gesundheitsanzeige wieder auf.

An verschieden Schwierigkeitsgrade wurde auch gedacht. „Kabuki“ ist der normale Story Modus mit leichten Gegnern und wenig Herausforderung. „Bushido“ ist hingegen der durchschnittliche Herausforderungsgrad, bei dem man die Kampf-Kombos gut nutzen sollte. Der höhere Schwierigkeitsgrad, bei dem jeder Aspekt des Kampfes wichtig ist und bei dem man mit seinen Ressourcen haushalten muss, heißt „Ronin“. Den Abschluss bildet der Modus „Kensei“, der erst freigeschaltet wird, nachdem man das Spiel auf einem anderen Schwierigkeitsgrad durchgespielt hat. Dieser Modus ist auf „one hit, one kill“ ausgelegt.

Die Charaktere von „Trek to Yomi“

Jede gute Schwertgeschichte hat ihre Protagonisten und Antagonisten, kurz gesagt, die Guten und die Bösen.

Hiroki – der Verteidiger, gesprochen von Masayuki Katou (Naruto: Shippuden, Sword Art Online).

Als Waise von Sensei Sanjuro aufgenommen und zum Samurai ausgebildet, schwor Hiroki, die Unschuldigen zu verteidigen, und zögert nicht, Bösewichte zu töten, anstatt mit ihnen zu diskutieren. Er agiert lieber, anstatt auf die Taten der Bösen zu reagieren. Seine große Liebe seit Kindertagen – Aiko – verehrt und respektiert er im gleichen Maße, wie er auch ihre Weisheit sucht.

Aiko – die Führerin, gesprochen von Sarah Emi Bridcutt (The Rising of the Shield Hero).

Als Hirokis Frau und Tochter Sanjuros ist Aiko eine der Führerinnen des Dorfes und trotz ihres jungen Alters wird sie von allen respektiert. Sie denkt sehr strategisch und sieht ihre Ehe mit Hiroki, wie er auch, eher als gleichwertige Partnerschaft. Sie denkt, er handelt.
Und obwohl sie lieber friedliche Wege gehen würde, versteht sie die Wichtigkeit militärischer Aktionen gegen die Angreifer.

Kagerou – der Eroberer, gesprochen von Akio Otsuka (Ghost in the Shell, Paprika).

Ein Bandit, der zum Kriegsherrn wurde und nach mehr Macht strebt. Obwohl er keine Freude am Töten hat, entledigt er sich jedes Hindernisses auf seinem Weg zur Spitze mit Gewalt. Er ist von seinen Fähigkeiten und seiner Intelligenz sehr überzeugt und sein Streben nach mehr Macht hinterlässt eine Schneise der Verwüstung.

Sanjuro – der Mentor, gesprochen von Hiroshi Shirokuma (Naruto, One Piece).

Als junger Samurai war Sanjuro Zeuge zahlreicher Schlachten und Kämpfe. Nun, da er Sensei ist, möchte er nichts anderes, als sein Dorf schützen und Hiroshi ausbilden, der ihm irgendwann als Verteidiger des Dorfes folgen soll. Seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Kämpfer und Stratege lassen ihn vor allem seiner Tochter gegenüber als unnahbar erscheinen. Seine Pflichten als Samurai nimmt er sehr ernst.

Screenshot: TS
Screenshot: TS

Fazit

Durch die 2D Oberfläche ist die Steuerung außerhalb der Kämpfe manchmal ein wenig anstrengend. Man läuft beispielsweise nach rechts aus dem Bildschirm heraus in den nächsten Abschnitt, der aber vielleicht als oben beginnt, man also plötzlich nicht mehr den Weg entlangläuft, sondern seitlich ausschert. Das ist aber auch nur außerhalb der Kämpfe und lediglich ein wenig anstrengend.

Ansonsten hat das Spiel alles, was man an alten Samurai-Filmen liebt. Eine packende Story, gute Hintergrundgeschichten, topp Vertonung der Charaktere und ein Setting, das man nicht häufig auf den Bildschirm bekommt. Der Kampf nach links oder rechts (umdrehen nicht vergessen) ist gewöhnungsbedürftig, aber leicht zu meistern. Außerdem gibt es einige Kombos, die leicht zu erlernen sind (dreimal schnell linke Maustaste etc.).

Man merkt die Liebe fürs Detail der Entwickler und kann mit dem Spiel jede Menge Spaß haben. Die Vertonung ist in Japanisch, aber mit entsprechenden Untertiteln in der eigenen Sprache ist es kein Problem, dem Spielverlauf ordentlich folgen zu können.

  • Entwickler: Leonard Menchiari, Flying Wild Hog
  • PublisherDevolver Digital
  • Erscheinungsjahr: 2022
  • Plattform: Playstation, XBOX, Windows PC
  • Preis: 19,99 Euro (bei Veröffentlichung)
  • Genre: Action, Adventure

Artikel erschienen bei Sumikai.